Office-Glossar

Was bedeutet eigentlich … ? Behalten Sie den Überblick über die aktuell wichtigsten Begriffe und Trends aus der Arbeitswelt. Oft verwendet, aber selten verstanden: Kompakt und verständlich erklären wir in unserem Office-Glossar Begriffe wie “Design Thinking”, “New Work” und “Change Management”.

A   B   C   D   E   F   G   H   K   L   N   O   P   R   S   T   V   W

A

Agile Arbeitsmethoden

Immer mehr Organisationen setzen auf agile Arbeitsmethoden wie beispielsweise Scrum oder Kanban, um die Zusammenarbeit in Teams schneller, kollaborativer und effizienter zu gestalten. Dabei treffen sich die verschiedenen Teams in regelmässigen Abständen, um spezifische Ziele in Angriff zu nehmen. Durch den kontinuierlichen Austausch entsteht ein reibungsloser Prozess. Die Einbindung von Feedback von Mitarbeiter:innen, aber auch Kund:innen ist ein ausschlaggebendes Merkmal agiler Methoden.

Arbeit 4.0 / Future Work

Arbeit 4.0 bezieht sich auf die vierte industrielle Revolution, welche durch die Digitalisierung und die Vernetzung von Maschinen die Arbeitswelt seit geraumer Zeit verändert. Arbeit 4.0 schliesst an diese Diskussion an und befasst sich mit möglichen neuen Arbeitsformen und Arbeitsverhältnissen und der Frage, was nötig ist, um diese umzusetzen. Die Herausforderung besteht darin, den technologischen Fortschritt nicht auszubremsen, die Schutzstandards und Wesentlichkeiten der Arbeitswelt aber dennoch zu berücksichtigen.

Asynchrone Kommunikation

Bei der asynchronen Kommunikation handelt es sich um den Austausch, der nicht gleichzeitig stattfindet. Dies ist beispielsweise bei E-Mails oder Voicemails der Fall. Das Gegenteil ist synchrone Kommunikation, welche beispielsweise in Meetings stattfindet. Asynchrone Kommunikation hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

B

Brainstorming

Brainstorming ist eine Methode, um strukturierte Ideen für die Lösung eines Problems zu finden. Dabei zählt zunächst die Quantität, nicht die Qualität der Ideen. Anschliessend werden die gesammelten Ideen evaluiert und allenfalls weiterentwickelt.

Burn Down Charts

Ein Burn Down Chart ist ein lineares Diagramm über den zu erbringenden Aufwand in einem Projekt. In der X-Achse der grafische Darstellung wird der zeitliche Verlauf festgehalten, die Y-Achse bezieht sich auf den verbleibenden Aufwand in einem Projekt. Voraussetzung für ein Burn Down Chart ist, dass der Projektfortschritt messbar ist. Die Darstellung wird angewendet, um vorauszusagen, wann die Arbeit erledigt sein resp. ob die Deadline des Projekts gehalten werden kann. Burn Down Charts werden häufig in der agilen Softwareentwicklung angewendet.

Business-Ökosystem

Business Ecosystems sind Unternehmensnetzwerke innerhalb oder ausserhalb einer Branche mit dem Ziel, auf einer gemeinsamen, branchenübergreifenden Basis neue Werte für die Kunden und die Unternehmen selbst zu schaffen. Solche Kooperationen können die Innovationskraft sowie das Wachstum eines Unternehmens fördern.

C

Change Management

Change Management bezieht sich auf die professionelle Begleitung einer Organisation, um Veränderungsprozesse innerhalb eines Unternehmens besser und schneller durchzuführen. Dieser kann sich sowohl auf Verhaltensweisen, wie auch auf Strukturen und Strategien beziehen.

Coopetition

Coopetition ist eine Wortschöpfung aus “Cooperation” (dt. Kooperation) und “Competition” (dt. Wettbewerb) und bezeichnet die Zusammenarbeit mit der Konkurrenz. Das Ziel dabei ist es, Synergieeffekte zu schaffen, Kräfte zu bündeln und gemeinsam innovativ zu bleiben.

Corporate Culture

Das Motto “Culture eats Strategy for Breakfast” bezieht sich auf die Tatsache, dass die Unternehmensstrategie noch so gut sein kann – ohne ein funktionierendes Team und Unternehmenskultur ist sie nicht umsetzbar. Unternehmenskultur ist heute und in Zukunft ein zentraler Erfolgsfaktor von Unternehmen und essenziell im Anwerben und Halten von jungen Talenten.

Corporate Health

Corporate Health bezieht sich auf alle Massnahmen, mit denen ein Unternehmen dazu beiträgt, dass die Mitarbeiter:innen gesund und leistungsstark bleiben. Dies geht weit über Unfallschutz, Betriebsärzte und ergonomische Arbeitsplätze hinaus. Stress, Überarbeitung oder Burn-Out sind keine individuelle Angelegenheit mehr, sondern gehören vermehrt zur strategischen Führungsaufgabe. In Zusammenhang mit flexiblen Arbeitsmethoden und der Forderung nach mehr Mitarbeiterverantwortung werden solche Themen immer wichtiger.

Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility bezieht sich auf den freiwilligen Beitrag von Unternehmen für die soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Die unternehmerische Verantwortung übersteigt dabei das Mindestmass gesetzlicher Anforderungen.

Co-Working

Co-Working Spaces sind Gemeinschaftsbüros, in welchen temporäre Arbeitsplätze gemietet werden können. Dabei geht es unter anderem um die Vernetzung, den Austausch und nicht selten auch um die Geselligkeit. In Zeiten von Remote Work und Home Office bieten Co-Working Spaces eine willkommene Abwechslung.

D

Daily Standup Meetings

Bei manchen agilen Methoden, wie beispielsweise Scrum, kommt das Team einmal täglich zusammen, um die Arbeiten aufeinander abzustimmen und die nächsten 24 Stunden zu planen. Ein solches Daily Standup Meeting dauert höchstens 15 Minuten und wird im Stehen abgehalten. Solche Treffen verbessern die Kommunikation, fördern die schnelle Entscheidungsfindung und helfen bei der Identifizierung von Hindernissen.

Definition of Done

Vor allem bei agilen Arbeitsmethoden ist wichtig, festzulegen, wann ein Projekt als abgeschlossen gilt. Bei der Definition of Done wird möglichst genau und anhand messbarer Kriterien festgelegt, wann das Ziel erreicht ist.

Design Sprint

Der Design Sprint basiert auf dem Design Thinking-Ansatz und ist ein zeitlich begrenzter, klar strukturierter Prozess zur Entwicklung eines Konzeptes, eines Produktes oder einer Dienstleistung. Er besteht aus einer festen Abfolge aufeinander aufbauender Methoden: Als erstes wird das Problem analysiert. Danach folgt die Skizzierung möglicher Lösungen, von welchen im dritten Schritt der beste Ansatz gewählt wird. Anschliessend wird ein Prototyp erstellt und im letzten Schritt wird dieser mit Nutzer:innen getestet. Der Prototyp durchläuft einen Sprint mehrmals und wird somit fortlaufend angepasst und weiterentwickelt.

Design Thinking

Design Thinking ist eine strukturierte Methode, welche zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung innovativer Ideen führen soll. Dabei wird die Anwendersicht in den Vordergrund gestellt, die Bedürfnisse von Menschen analysiert und verschiedene Standpunkte mit einbezogen. Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Problemstellungen besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam eine Fragestellung erarbeiten, welche die Bedürfnisse und Motivationen der Endkund:innen berücksichtigen. Die Zusammenarbeit erfolgt dabei optimalerweise in einem Kreativität fördernden Umfeld. Die daraus entstandenen Konzepte oder Prototype sollen möglichst früh sichtbar und kommunizierbar gemacht werden, damit potentielle Anwender:innen sie vor Markteinführung ausführlich testen und Feedback geben können. Design Thinking beruht demnach auf drei entscheidenden Elementen: Multidisziplinäre Teams, variable Arbeitsräume und Design Thinking-Prozess. Letzterer besteht aus sechs verschiedenen Phasen, welche aufeinander aufbauend sind und sich immer wieder wiederholen können und sollen: Verstehen, beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln und testen.

Desk Sharing

Beim Desk Sharing werden Arbeitsplätze von verschiedenen Mitarbeiter:innen genutzt. Dadurch wird die Nutzung von Büroflächen effizienter. Die Mitarbeiter:innen suchen sich jeweils den Platz (und allenfalls Tischnachbar), der ihren Arbeitsbedürfnissen am besten entspricht.

Digitalisierung

Digitalisierung beschreibt die zunehmende Computerisierung und die darauf folgende Transformation der Wirtschaft.

Digital Divide

Digital Divide bezeichnet die soziale Kluft zwischen Menschen oder Bevölkerungsgruppen mit oder ohne Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien. Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto benachteiligter sind Menschen, welche keinen Zugang zum digitalen Angebot haben.

Digitale Nomaden

Arbeitnehmer:innen, welche nur Laptop und Internetzugang zum Erledigen ihrer Aufgaben benötigen und deshalb irgendwo auf dem Planeten arbeiten, bezeichnet man als digitale Nomaden.

Digital Literacy

Digital Literacy bezeichnet den souveränen Umgang mit den Herausforderungen der Digitalität. Dies beinhaltet kognitive, soziale und kulturelle Fähigkeiten eines Unternehmens und vor allem seiner Mitarbeiter:innen.

Distributed Work oder verteiltes Arbeiten

Verteiltes Arbeiten oder Distributed Work entkoppelt den Arbeitsort von der Leistungsfähigkeit und dem Engagement eines einzelnen Mitarbeiters. Teammitglieder können demnach an unterschiedlichen Orten, wie beispielsweise Zuhause, im Co-Working Space oder aber an unterschiedlichen Arbeitsplätzen im Büro arbeiten. Während sich Remote Work aufs Arbeiten ausserhalb des Büros bezieht, stellt Distributed Work explizit neue Anforderungen an die Bürolandschaft und die Unternehmensstruktur.

Diversity Management

Der Begriff Diversity Management (auch Management der Vielfalt) ist Teil des Personalwesens und bezieht sich auf die konstruktive Nutzung personeller und sozialer Vielfalt im Unternehmen. Ziel dabei ist es, die Diversität der Mitarbeitenden zu nutzen und bewusst zu gestalten, um innerhalb der Organisation die Vielfältigkeit des Marktes abzubilden, soziale Diskriminierung zu verhindern oder neue Rekrutierungspotenziale zu erschliessen – um nur einige der Vorteile zu nennen. Dadurch soll unter anderem die Motivation, die Wettbewerbsfähigkeit und die Kreativität innerhalb des Unternehmens gesteigert werden.

Dynamic System Development Method (DSDM)

DSDM ist eine agile Methode mit dem Schwerpunkt auf dem Management agiler Projekte und bezieht sich auf den gesamten Produktlebenszyklus. Dabei wird ein wiederholender, aufeinander aufbauender Ansatz verfolgt. Ein DSDM-Prozess besteht aus folgenden, iterativen Phasen: Projektvorbereitung, Machbarkeitsstudie, Rahmenplanung, Feinplanung, Technische Entwicklung, Bereitstellung und Auswertung. DSDM ist nur für wenige Projekte sinnvoll und wir in der Regel von Expert:innen angewandt.

E

Eco-Design oder Ökodesign

Eco-Design ist sowohl Prinzip als auch Gestaltungsansatz für Produkte. Beim Eco-Design soll durch verbessertes Produktdesign die Umweltbelastung verringert und die Produkte energieeffizienter und ressourcenfreundlicher werden. Dies kann durch recyclebare Materialien, längere Produktlebensdauer oder auch verbesserte Reparaturfähigkeit erreicht werden.

Everything as a service

Der Ansatz Everything as a service (auch Anything as a service, XaaS oder EaaS) stellt eine Vielzahl von Dingen als Service zur Verfügung und macht somit “alles” konsumierbar. Nebst Software und Hardware kommen stets neue Dienste, Plattformen und Infrastrukturen hinzu, die als Service angeboten werden.

Extreme Programming

Extreme Programming ist eine agile Methode, welche im Wesentlichen die Art und Weise beschreibt wie eine Software programmiert wird. Bei Extreme Programming stehen agile Prozesse, schnelle Anpassungen und sehr kurze Entwicklungszeiten im Vordergrund. Das Gerüst bilden Werte, Prinzipien und Techniken. Wie bei allen agilen Methoden ist zudem das aktive Feedback und der Austausch im Team ausschlaggebend.

F

Female Leadership

Weibliche Führungskräfte halten zunehmend Einzug in die Chefetagen. Female Leaders haben eine eigene Art zu führen und verfügen über eine Vielzahl an Stärken, welche sie gewinnbringend in den Führungsalltag einbringen. Weibliche Führungskräfte zeichnen sich unter anderem durch Dynamik, Kooperation und Kollaboration, klare Kommunikation, Teamarbeit und Fokussiertheit aus.

Fernarbeit oder Remote Work

Bei der Fernarbeit arbeiten die Mitarbeiter:innen am Arbeitsort ihrer Wahl, ausserhalb der Büroräumlichkeiten. Die Bezeichnung ist demnach weit gefasst. Ob zuhause, im Café, im Co-Working Space oder gar in einem anderen Land – seit der Pandemie ist die Fernarbeit endgültig in der Arbeitswelt angekommen.

Flexicurity

Flexicurity ist eine politische Strategie, welche gleichzeitig die Flexibilität und die soziale Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt sichern soll. Das Schachtelwort aus Flexibility (dt. Flexibilität) und Security (dt. Sicherheit) stellt ein Konzept dar, welches auf die notwendige Flexibilität der Arbeitsmärktes abzielt, gleichzeitig aber auch den Schutz der Arbeitnehmer:innen gewährleisten will.

Fluide Teams

Fluide Teams bestehen ohne feste Mitarbeiter:innen. Die Mitglieder fluider Teams gehören in der Regel unterschiedlichen Abteilungen an und können von aussen nicht immer klar zugeordnet werden. Durch verschiedene Konstellationen und Fachkenntnisse entstehen neue Dynamiken, starre Strukturen werden gebrochen und innovative Ideen entstehen.

G

Generation Y (oder Millennials)

Die Generation Y bezieht sich auf Mitarbeiter:innen der Jahrgänge der frühen 1980er und den späten 1990er. Sie zeichnet sich durch einen technikaffinen Lebensstil aus und fordern vermehrt eine Balance zwischen Beruf und Freizeit. Wichtiger als Status und Prestige ist der Generation Y die Freude an der Arbeit.

Generation Z

Arbeitnehmer:innen der Generation Z kamen circa zwischen 1997 und 2012 zur Welt und sind mit digitalen Medien aufgewachsen. Ihre Selbstverwirklichung sucht diese Generation eher im Privaten als in ihrer Arbeit. Die Generation Z lässt sich nicht langfristig an ein Unternehmen binden und wünscht sich eine klare Trennung zwischen Privatleben und Arbeiten.

Gig Economy

Gig Economy bezieht sich auf einen Teil des Arbeitsmarktes, bei dem Selbständige und Freiberufler kurzfristig kleine Aufträge erledigen. Digitale Plattformen wie Uber dienen dabei häufig als Vermittler zwischen Kunde und Auftragsnehmer.

H

Home-Office

Home-Office bezeichnet den Arbeitsplatz beim Mitarbeitenden zuhause. Spätestens seit der Covid 19-Pandemie haben immer mehr Menschen in ihrem privaten Umfeld einen Arbeitsplatz eingerichtet. Home-Office ist eine Form von Remote Work und lässt Mitarbeiter:innen flexibler und unabhängiger arbeiten. Allerdings erfordert das Home-Office auch ein hohes Mass an Eigenverantwortung.

Hybrides Arbeiten

Beim hybriden Arbeiten wird die Fernarbeit mit Präsenzzeiten im Büro kombiniert. Das Unternehmen ermöglicht den Mitarbeiter:innen die Fernarbeit, diese arbeiten jedoch hauptsächlich im Büro. Das Büro wird zum Treffpunkt und übernimmt eine neue Funktion. Hier trifft man sich, tauscht sich aus und findet Inspiration. Zudem fördert die moderne Bürowelt die Zugehörigkeit und die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen – eine Thematik, die in den vergangenen Home-Office Monaten immer wichtiger geworden ist.

K

Kanban

Kanban (jap. Karte) ist eine Methode, bei der die Zahl parallel laufender Arbeiten begrenzt und visualisiert wird, um Prozesse zu beschleunigen und Fehler frühzeitig zu erkennen. Ursprünglich in der Softwareentwicklung angewendet, kommt sie heute in zahlreichen Produktionssteuerungen zum Einsatz. Bei Kanban wird der Prozessablauf in kleine Schritte zerlegt und transparent (beispielsweise mit Post-Its) dargestellt. Die unterschiedlichen Aufgaben werden von To Do, über In Progress bis Done eingeordnet und laufend analysiert und optimiert.

Kollaboration

Kollaboration bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen Personen oder Gruppen. Innerhalb eines Unternehmens versteht man dabei die Zusammenarbeit unterschiedlicher Teams. Durch den Austausch entstehen neue Sichtweisen und Verbindungen und neue Ideen entstehend. Die digitale Transformation fördert die (digitale) Kollaboration massgebend.

Kreislaufwirtschaft

In einer Kreislaufwirtschaft werden durch das Verlangsamen, Verringern und Schliessen von Energie- und Materialkreisläufen der Ressourceneinsatz, die Abfallproduktion, die Emissionen und die Energieverschwendung minimiert. Dieses regenerative System kann durch beispielsweise langlebige Konstruktionen, Recycling, Reparatur, Instandhaltung oder Refurbishing erzielt werden.

L

Lean Methode

Mit der agilen Methode Lean soll Verschwendung jeder Art im Prozessablauf reduziert werden. Lean unterscheidet zwischen drei Arten von Verschwendung: Muda bezieht sich auf Aktivitäten und Prozesse, welche keinen Wert schöpfen. Mura bezeichnet Verschwendungen und Verluste, welche durch unausgeglichene Prozesse entstehen und Warteschlangen provozieren. Und Muri, welches die unausgewogene Belastung von Mitarbeiter:innen und Maschinen betrifft.

Learning Worker

Das Kapital des Arbeitnehmenden ist das Wissen. Der Learning Worker zeigt eine grosse Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung. Im Laufe seines Arbeitslebens eignet er sich bewusst immer mehr Wissen an und baut es konsequent aus.

N

New Work

Der Begriff New Work stammt ursprünglich vom Sozialphilosoph Firhjof Bergmann. Dieser entwickelte in den 1970er-Jahren ein Konzept, welches das bisherige Arbeitssystem überdachte und eine sinnstiftende Funktion der Arbeit in den Vordergrund stellte. Der Mensch verübt die Arbeit, die ihm Freude bereitet und findet dadurch Selbstverwirklichung. Heute kommt die Bezeichnung unterschiedlich zum Einsatz und beschreibt im weiteren Sinne alles, was sich im Rahmen der Digitalisierung an Veränderungen im Kontext der Arbeit ergibt.

O

Ökodesign oder Eco-Design

Ökodesign ist sowohl Prinzip als auch Gestaltungsansatz für Produkte. Beim Eco-Design soll durch verbessertes Produktdesign die Umweltbelastung verringert und die Produkte energieeffizienter und ressourcenfreundlicher werden. Dies kann durch recyclebare Materialien, längere Produktlebensdauer oder auch verbesserte Reparaturfähigkeit erreicht werden.

Open Knowledge

Open Knowledge bezeichnet Informationsquellen und Wissen, deren freie Nutzbarkeit gewährleistet ist. In unserer Informationsgesellschaft wird zunehmend das Ziel verfolgt, den Prozess der Wissensproduktion zu öffnen. Innerhalb eines Unternehmens bezieht sich Open Knowledge auf den Wissensaustausch und -zugang zwischen den Arbeitkolleg:innen sowie den Abteilungen, sodass jeder an ihnen partizipieren, sie nutzen und daran weiterarbeiten kann.

Open Innovation

Open Innovation bezeichnet die Entwicklung neuer Produkte mit Einbezug von Kund:innen, Partner:innen oder Zulieferern. Dies kann die öffentliche Diskussion auf Online-Plattformen oder Workshops mit treuen Kund:innen beinhalten. Ziel von Open Innovation ist sowohl die Steigerung der Innovationsqualität als auch die Bindung von Kund:innen.

Open Space

Das Konzept Open Space lehnt sich an Grossraumbüros an. Beim Open Space Office wird eine grosse offene Bürofläche jedoch in unterschiedliche Bereiche wie Lounges, Ruheecken oder Ideations Spaces unterteilt und die Mitarbeiter:innen haben keinen festen Arbeitsplatz. Open Space soll die Gruppendynamik und die Kommunikation verbessern.

P

Planning Poker

Bei Planning Poker handelt es sich um ein dynamisches, spielerisches Verfahren zur Schätzung von Aufwänden. Mit Hilfe spezieller Spielkarten bewerten die Teammitglieder die Aufwände für Tasks, Epics und Stories. Durch die spielerische Auseinandersetzung bekommt das Team ein einheitliches Verständnis und Wissen über den Projektaufwand. Die Methode wird oft bei Scrum angewendet.

Plattform-Ökonomie

Plattform-Ökonomie bezeichnet internetbasierte Geschäftsmodelle, welche Anbieter:innen und Kund:innen auf dem digitalen Marktplatz zusammenbringen. Die bekanntesten Beispiele sind Unternehmen wie Airbnb oder Uber. Ausschlaggebend über den Erfolg einer solchen Plattform ist das Netzwerk. Je mehr Anbieter auf einer Plattform sind, desto interessanter wird sie auch für Kunden – und umgekehrt.

Psychologische Sicherheit

Die psychologische Sicherheit bezieht sich auf eine Kultur des offenen Austauschs, in der die Mitarbeiter:innen sich trauen, ihre Meinung kundzutun und Risiken einzugehen. Das Konzept lässt sich auf Amy Edmondson und ihr Buch “Die angstfreie Organisation” zurückführen, welches sich der Gestaltung einer vertrauensvollen Unternehmenskultur widmet. Psychologische Sicherheit beschreibt demnach das individuelle Gefühl von Sicherheit, egal, was man tut oder macht, als Person nicht abgewertet zu werden. Durch ihr Verhalten haben vor allem Führungskräfte einen grossen Einfluss auf die psychologische Sicherheit ihrer Mitarbeiter:innen.

R

Remote Work oder Fernarbeit

Bei Remote Work arbeiten die Mitarbeiter:innen am Arbeitsort ihrer Wahl, ausserhalb der Büroräumlichkeiten. Die Bezeichnung ist demnach weit gefasst. Ob zuhause, im Café, im Co-Working Space oder gar in einem anderen Land – seit der Pandemie ist die Fernarbeit endgültig in der Arbeitswelt angekommen und wird diese nachhaltig beeinflussen.

Resilienz

Resilienz bezeichnet die psychische Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne bleibende Schäden zu überstehen. In der Wirtschaft wird Resilienz auf die Widerstandskraft von Unternehmen angewendet – resiliente Unternehmen sind beweglich und passen sich Krisen bestmöglich an.

S

Scrum

Scrum ist eine Arbeitsmethode, um komplexe Prozesse lenkbar zu machen. Davon ausgehend, dass Projekte ab einer gewissen Komplexität nicht mehr sinnvoll planbar sind, versucht man mit Scrum Projekte über Zwischenziele zu steuern und möglichst viele Entscheidungen dem Urteilsvermögen der Teammitglieder zu übertragen. Scrum besteht aus einer Hand voll Regeln und drei standardmässigen Rollen (Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam).

Service Design

Bei Service Design handelt es sich um den Prozess der Gestaltung von Dienstleistungen. Bei diesem methodischen Prozess werden die Schnittstellen der Interaktion zwischen Dienstleister (Möglichkeiten) und Konsument (Erwartungen) aufgezeigt, bewertet und in eine Dienstleistung umgewandelt. Diese Ergebnisse können sowohl komplett neu und innovativ sein, als auch bereits existierende Services verbessern. Schlussendlich wird mit dieser Methode kunden- und marktgerechte Dienstleistungen entwickelt.

Sinn-Ökonomie

Die Sinn-Ökonomie stellt die Frage nach dem Zweck des Wirtschaftens und rückt neue Dimensionen der Wertschöpfung, abseits des Wachstumsdenkens und der Profitmaximierung in den Fokus: Sozialer Mehrwert, Nachhaltigkeit, glückliche Mitarbeiter:innen und gesellschaftlicher Fortschritt müssen von Unternehmen, welche erfolgreich sein wollen, selbst gelebt und vorangetrieben werden.

T

Teal-Organisation

In seinem Buch “Reinventing Organizations” beschreibt Frédéric Laloux die verschiedenen Stufen der organisationalen Entwicklung. Die derzeit höchstentwickelte Stufe nennt er Teal Organizations, welche sich vor allem durch drei Hauptmerkmale auszeichnen: Erstens verwenden Teal Organisationen eine Form des Selbstmanagements, was bedeutet, dass Teams fast autonom und eigenständig arbeiten können. Zweitens erlauben Teal Organizationen ihren Mitarbeiter:innen bei der Arbeit sich selbst sein zu können und nicht nur in ihren professionellen Rollen zu agieren. Und drittens ist das Herz dieser Organisation ein evolutionärer Sinn. Dieser entwickelt sich aus der Organisation heraus, indem die Mitarbeiter:innen zuhören und sich gemeinsam weiterentwickeln.

V

Verteiltes Arbeiten oder Distributed Work

Verteiltes Arbeiten oder Distributed Work entkoppelt den Arbeitsort von der Leistungsfähigkeit und dem Engagement eines einzelnen Mitarbeitendens. Teammitglieder können demnach an unterschiedlichen Orten, wie beispielsweise Zuhause, im Co-Working Space oder aber an unterschiedlichen Arbeitsplätzen im Büro arbeiten. Während sich Remote Work aufs Arbeiten ausserhalb des Büros bezieht, stellt Distributed Work explizit neue Anforderungen an die Bürolandschaft und die Unternehmensstruktur.

VUCA

Der Begriff VUCA ist ein Akronym aus den Wörtern Volaltility (dt. Volatilität), Uncertainty (dt. Unsicherheit), Complexity (dt. Komplexität) und Ambiguity (dt. Mehrdeutigkeit) und erklärt die Herausforderungen, vor denen viele Organisationen durch die zunehmende Digitalisierung stehen.
In der sogenannten VUCA-Welt verändert sich die Umwelt von Organisationen so schnell und unvorhersehbar, dass es Kompetenzen braucht, um die eigene Umgebung zu beobachten, Abhängigkeiten zu verstehen, neue Chancen zu erkennen und sich schliesslich an die neuen Bedingungen anzupassen.

W

War for Talents

Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten qualifiziertes Fachpersonal zu finden. Der Begriff War for Talents fasst das Phänomen des Fachkräftemangels zusammen. Unternehmen sind einem höheren Konkurrenzdruck beim Werben um geeignetes Personal ausgesetzt und bieten Talents immer attraktivere Jobkonditionen an. Investition in die Bildung, Kinderbetreuung, flexible Arbeitsmodelle oder steuerliche Anreize sind nur einige der Massnahmen, welche Unternehmen treffen, um qualifiziertes Personal zu rekrutieren und vor allem zu halten. Der War for Talents findet insbesondere in Branchen wie Ingenieurwesen und Informatik statt.

Wissenskultur

Der Megatrend Wissenskultur bezieht sich auf den Umgang mit Wissen in der Gesellschaft. Durch die Digitalisierung und das Internet werden enorme Mengen an Wissen generiert, wodurch neue Formen von Innovation, Lernen und Forschung ermöglicht werden. Wissen wird zum Allgemeingut. Allerdings bietet die Wissenskultur auch grosse Herausforderungen: Wahrheit gerät unter Beschuss und ein reflektierter Umgang mit Informationen wird wichtiger. Die damit einhergehende Vernetzung der Bildung und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind nur einige der Herausforderungen, welche die Wissenskultur mit sich bringt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance bezieht sich auf die Ausgewogenheit von Arbeits- und Privatleben.

Work-Life-Blending

Der Work-Life-Blending Ansatz hebt die klar definierten Grenzen zwischen Arbeitswelt und Privatleben auf, um Arbeitnehmer:innen mehr Flexibilität zu ermöglichen. Home-Office-Modelle beispielsweise begünstigen eine kluge Verbindung von Privat- und Berufsleben. Das Risiko von Work-Life-Blending besteht allerdings darin, dass selbst bestimmtes Arbeiten in Selbstausbeutung umschlägt.

Working Out Loud

Working Out Loud (WOL) ist eine Methode von John Stepper, die zwischenmenschliche Beziehungen im Unternehmen aufbauen soll, um sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei trifft sich ein sogenannter Circle aus vier bis fünf Personen zwölf Wochen lang eine Stunde pro Woche. Mithilfe eines Leitfadens arbeitet jeder Teilnehmer auf ein persönliches Ziel hin.

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