Welche Büroform passt zu uns

Mit dem Wandel der Technologie und der Digitalisierung verändern sich auch unsere Arbeitsweisen. Die vielfältigen Möglichkeiten in den Bereichen Kommunikation und dem Datenaustausch lassen ein zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten zu. Diese Entwicklung wiederspiegelt sich in den heutigen Büroräumen. Eine stiere Büroform weicht immer häufiger einer Mischform, welche die Vorteile verschiedener Konzepte kombiniert.

Themen wie Infrastruktur, der Datenzugriff, die Kommunikation oder organisatorische- und kulturelle Faktoren sind für die Wahl des passenden Bürolayouts massgebend. Daher ist eine umfassende Analyse für die weitere Konzeption auch so wichtig.

Mit dem Entscheid neue Büroräumlichkeiten zu beziehen, stellt sich aber nicht nur die Frage nach der passenden Büroform. Eine effiziente Büroflächennutzung und die Flexibilität der Raumgestaltung, auch während des Betriebes, sind gleichermassen entscheidend für die Planung.

Auch wenn heutzutage vielfach Mischformen eingesetzt werden, spricht man grundlegend von den reinen Büroraumtypen. Die gängigsten Büroformen stellen wir Ihnen nachfolgend vor.

Die gängigsten Büroformen

Zellenbüro

ZELLENBÜRO

Talsee Flagshipstore Hochdorf (21)

GRUPPEN- & TEAMBÜROS

Grossraumbüro

GROSSRAUMBÜRO

Softshell Chair, Joyn Conferencing, Stools, Plywood Group, Monopod, Joyn Bench, Cork Family, Metal Side Table, Suita

OPEN SPACE / MULTI SPACE

Zellenbüro

Beim Zellenbüro spricht man von Ein- oder Zweipersonen-Büros. Die Zellenbüros werden über einen Flur verbunden, welcher gleichzeitig als Fluchtweg dient. Dies lässt für eine attraktive Gestaltung des Flurs nur wenig Spielraum. Je nach Bürokonstruktion wird der Flur nur durch Kunstlicht ausgeleuchtet.

Das Zellenbüro ist in der Schweiz nach wie vor weit verbreitet. Vielfach ist dieses Layout in traditionell geführten Unternehmen anzutreffen. Ein spontaner Austausch mit Kollegen lässt diese Büroform kaum zu. Sie stellt vielmehr die Arbeit des Einzelnen in den Vordergrund. Die Kommunikation und die Teamarbeit wird eher behindert statt gefördert. Daher ist diese Büroform auch nicht mehr sehr zeitgemäss.

Ein grosser Nachteil von diesem Büroraumtyp liegt in der Wandelbarkeit. Eine organisatorische oder räumliche Veränderung ist nur schwer umsetzbar. Umbauarbeiten sind sehr teuer und meist mit grossem Aufwand verbunden.

Gruppen- und Teambüros

Ein Gruppen- oder Teambüro wird durch offene und geschlossene Räume mit Bereichen mit bis zu 20 Arbeitsplätzen definiert. Ein Bereich wird oftmals durch eine organisatorische Einheit belegt. Diese Büroform fördert zwar die Kommunikation und den Austausch innerhalb des Teams, ein abteilungsübergreifendes und ruhiges Arbeiten wird jedoch erschwert. In Teams in dem der Informationsaustausch höher gewichtet ist als das konzentrierte Arbeiten, kann dieses Layout jedoch durchaus Sinn machen.

Aber durch die Tendenz zur verstärkten Teamarbeit wird das reine Gruppenbüro den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Dennoch ist das Gruppenbüro aus Gründen der effizienten Flächennutzung und der hohen Flexibilität immer noch weit verbreitet.

Grossraumbüro

Das klassische Grossraumbüro fand in den 70er Jahren in den USA und Grossbritannien seinen Ursprung. Dieses Bürolayout besticht durch die monotone Anreihung von unzähligen Arbeitsplätzen. Eine hohe Flexibilität und Flächenwirtschaftlichkeit stehen gegenüber der hohen Lärmbelastung und der eingeschränkten Individualität. Durch das fehlende Tageslicht, die schlecht klimatisierten Räume und durch den starken Durchgangsverkehr, stösst das Grossraumbüro bei den Mitarbeitenden nicht auf grosse Beliebtheit.

Open-Space und Multi-Space

Das Open-Space- oder auch Multi-Space-Büro bietet die grösste Vielfalt an Arbeits- und Austauschbereichen. In diesen Büroformen werden offene, abgetrennte oder geschlossene Elemente miteinander kombiniert. Das bietet den Mitarbeitenden die Freiheit ihren Arbeitsplatz je nach Tätigkeit zu wählen. In geschlossene- oder abgetrennte Einheiten zieht man sich für ein konzentriertes Arbeiten oder ein vertrauliches Gespräch zurück. Offene, einladenden Bereiche wie z.B. eine Lounge eigenen sich mehr für den kreativen Austausch und die Teampflege. Dies fördert den abteilungsübergreifenden Zusammenhalt und sorgt für kurze Kommunikationswege.

Ein grosser Vorteil der offenen Bürostruktur liegt in der Wandelbarkeit. Mit relativ geringem Aufwand lässt sich das Bürolayout an neue Gegebenheiten anpassen. Auch bietet kein anderer Büroraumtyp so viel Spielraum für ein Corporate Interior, welches für die Sichtbarkeit und Imageausbau sorgt.

Diese Struktur anerbietet sich auch für die Kombination unterschiedlicher Büroorganisationen. Nebst den fest zugeteilten Arbeitsplätzen kommen oftmals auch Desk-Sharing und Non-territoriale Zonen zum Einsatz.